In 7 Schritten zur perfekten Garderobe- Anleitung für eine übersichtliche und leicht kombinierbare Garderobe


credit Nina Holst/ via Stylizmo Blog
20 Prozent unserer Kleidung ziehen wir regelmäßig an, 80 Prozent selten bis gar nicht. Es erzeugt viel Stress und Unbehagen, wenn man nur an den eigenen Schrank und seinen Inhalt denkt. Zuviel Ballast, zu wenig Kleidung, in der man sich wohl fühlt. Ich habe einen Wegweiser für eine ausgeglichene Bilanz zusammengestellt, die wieder Freude an Kleidung bringt, Zeit, Geld und Nerven spart. 


Welche Gründe stecken hinter dieser hohen Zahl, die in Amerika sogar mit 10 zu 90 beziffert wird?  Impulskäufe, die falsche Farbe, zu klein geworden, aus der Mode, passt nicht zum Rest der Garderobe, zerschlissen, stammt aus einer früheren Lebenssituation, etc etc. Es gibt viele Gründe, warum Kleidung in unserem Schrank hängt, die wir nicht tragen. Hier hängt ein beträchtlicher Geldwert ungenutzt. Wer die Kontrolle und den Überblick behalten will über seine Kleidung, die tatsächlich für sie/für ihn passt, muß diese aktuell halten. Zu Beginn steht eine Analyse, um den tatsächlichen Bedarf zu erkennen.


Nimm Stift und Papier zur Hand und fange an, zu notieren.

1. Die gegenwärtige Lebenssituation: Wo und in welchem Ausmaß verbringe ich täglich meine Zeit, welche Kleidung brauche ich dafür?

2. Farbtyp/Farbvorlieben:  Das wichtigste Kriterium für die perfekt passende Kleidung ist die Farbe, besser gesagt die „Farbtemperatur“, die Unterscheidung zwischen warmen Farben mit mehr Gelbanteil und kühlen mit mehr Blauanteil. Die Farbtemperatur von Person und Kleidung sollte übereinstimmen. Wenn im Schrank zu viele Stücke sind, die dir nicht stehen, du deswegen oft zu Grau, Schwarz und Beige greifst- um auf der sicheren Seite zu sein- empfehle ich eine professionelle Farbberatung. 

3. Stilrichtungen: Klassisch-elegant, sportlich, verspielt, feminin, extravagant, Avantgarde....welche Stilrichtungen trägst Du? Ist es ein buntes Durcheinander oder ist es nur eine? Der Stil ändert sich im Lauf des Lebens und darauf muß die Garderobe reagieren, wenn sie aktuell bleiben soll. Ich empfehle maximal 3 Stilrichtungen anzupeilen.

4. Meine Proportion: Welche Körperform hast du? Passt deine Kleidung zu deiner Form? Helfen dir deine Kleidungsstücke, dich vorteilhafter aussehen zu lassen? Oder tun sie das Gegenteil? Reichen dir wenig Stücke zum Anziehen oder hast du Spaß an der Inszenierung?
5. Konzept erstellen:
Die Farbe ist das wichtigste Kriterium bei der Garderobe. Lege dir ein Farbkonzept aus Basis- und Akzentfarben zurecht, die gut zusammenpassen. Stimmt die Auswahl der Farbtöne, sind aus den Kleidungsstücken und Accessoires viele Kombinationen möglich, ohne dass der Look langweilig wird. Darauf basierend ermittelst du den Bedarf an Kleidungsstücken- für Beruf, Alltag, Freizeit, Basics und Akzentstücke.
Beispiel Farbkonzept Warm


6. Ausräumen: Räume alle Kleidungsstücke aus, die die obigen Kriterien nicht erfüllen. Hast du zu viele Kleidungsstücke einer Art- etwa T-Shirts, Jeans, bestimmte Schuhe- trenne dich von einem Teil. Nimm dir Zeit für kleine Reparaturen oder beauftrage eine Schneiderin für größere Änderungen. Ein Teil der Kleidung lässt sich durch Umgestalten und Redesign verändern und wieder in den Schrank integrieren, den anderen Teil verschenken oder verkaufen. Sei streng mit Dir und vergiss "ich nehme eh bald wieder ab" und andere Gedanken. Die Mode bewegt sich immer weiter und kommt selten so zurück, wie sie schon einmal war.


7. Neu-Zusammenstellen:
Endlich geht es ans Einräumen! Deine Garderobe ist nun übersichtlich, um einiges schlanker geworden und farblich stimmig zusammengestellt. Entstandene Lücken können bei Bedarf ergänzt werden. Greife lieber zu hochwertigen Stücken, die dich über Jahre begleiten, pflege deine guten Stücke und freue dich an der neuen Klarheit im Kleiderschrank. Und zum Thema "ich kann mir hochwertige Mode nicht leisten" nur kurz an den Geldwert der ungetragenen 80 Prozent denken :-).



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